Systems: Microsoft stellt seine betriebwirtschaftlichen Erfolge vor

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Es geht um Navision und Great Plains

Wer es sich leisten kann, stellt im Frühjahr auf der CeBIT und im Herbst auf der Systems aus. Microsoft gehört ganz sicher zu denen, die es sich leisten können – und wollen. Einer der Schwerpunkte der diesjährigen Systems liegt bei der Gates-Company auf der Business-Software für kleine und mittelständische Unternehmen – auf den zugekauften Navision-Produkten.

Die aktuelle Version 3.6 der Betriebswirtschaftssoftware Navision Attain, ehemals Financials, zeigt bereits Spuren der Übernahme durch Microsoft. So ist sie mittlerweile an das Mailsystem Microsoft Outlook angebunden. Die Anwender können damit nun Kontakte, Aufgaben und Termine synchronisieren sowie die ein- und ausgehenden E-Mails über den Microsoft Exchange-Server in die Attain-Kontakthistorie übernehmen.

Darüber hinaus bietet das Supply-Chain-Management-Modul nun eine Lagerverwaltung. Diese bietet laut Hersteller umfangreiche Verbesserungsmöglichkeiten während der Ein-, Aus- und Umlagerung zur Reduktion der Lagerkosten. Zudem bietet die Software nun eine automatische Berechnung des Nachschubs und der Kapazitäten.

Schließlich hat Microsoft auch die Vertriebs- und Marketing-Module überarbeitet, die Klassifizierung von Kundenkontakten etwa. Zudem lassen sich nun Änderungen in den Stammdaten flexibler protokollieren, teilt der Anbieter mit.

Auch das Produkt Navision Axapta, das ursprünglich von Damgaard stammt und etwas stärker dimensioniert ist, kommt mit neuen Funktionen daher. Die Version 3.0 verfügt beispielsweise über Möglichkeiten für ein Unternehmens-Portal. Dazu gehört ein personalisierter und rollendefinierter Zugriff auf die über das Portal erreichbaren Informationen, Anwendungen und Tools.

Zu den wesentlichen Neuerungen gehört schließlich auch die Kostenrechnung Plus. Nach Anbieterangaben enthält sie eine Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung, die mit Funktionen für die Budgetierung und Leistungsverrechnung aufwarten. Die Informationen aus der Kostenrechnung lassen sich zudem in einem Drill-down-Verfahren bis zum Originalbeleg verfolgen. Alle relevanten Informationen können die Anwender auch online abfragen.

Außerdem hat der Hersteller an der Integration einer Navision-basierten Lieferkette gearbeitet. Eine Supply Chain zwischen verschiedenen Handelspartnern oder mehreren Niederlassungen ist nun implementierbar, so dass die Aufträge und Bestellungen elektronisch ausgetauscht werden können.

Während die Navision-Produkte hauptsächlich durch Funktionsreichtum überzeugen sollen, bietet die Business-Lösung Apertum 4.0, die von Great Plains stammt, hauptsächlich Verbesserungen im User-Interface. Im Wesentlichen sollen es die Anwender bei der Navigation und Bedienung einfacher haben, etwa beim Datenexport.