Systems: Cobol-Anwendungen erhalten Anschluss an Web-Services

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Acucorp bietet Schnittstellen

Der Hersteller von Cobol-Compilern Acucorp Inc. zeigt auf der Systems Prototypen erster möglicher Web-Services für die in Ehren ergraute Programmiersprache. Konkurrent und Marktführer Microfocus bleibt allerdings der Messe fern. Seine Entwicklungen in diesem Bereich sind schon ab November zu kaufen.

Wenn bei Acucorp Cobol-Anwendungen zu Web-Services werden, ist das ein Ergebnis der Zusammenarbeit mit dem Anbieter von Entwicklungswerkzeugen mit der Transoft Inc. Dieses Unternehmen soll mit seinen Integrations-Tools ermöglichen, dass sich vorhandene Cobol-Programme als Web-Services zusammen mit anderen Anwendungen und Sprachen einsetzen lassen.

Acucorps zukünftige Entwicklungsumgebung verwendet die Language Component Adapter von Transsoft.. Andere Programme oder Anwendungsteile greifen dann auf die Web-Services beziehungsweise Applikationsdienste über Transoft-Konnektoren zu.

Nach Angaben von Acucorp erlaubt die Web-Service-Technologie eine Kombination mit Applikations-Servern wie Websphere von IBM oder Weblogic von Bea. Zu den besonderen Merkmalen zählt der Hersteller die Kompatibilität mit zu den Architekturen COM und Dotnet, J2EE, Common Object Request Broker Architecture (Corba) sowie mit dem Datenaustauschformat XML.

Pilotkunde der heranreifenden Acucorp-Transoft-Lösung ist die Holidaybreak Plc., ein europäischer Anbieter von Camping- und Caravan-Urlaub sowie Hotel-Kurzurlaube. Das Unternehmen hat damit begonnen, ein Web-Interface, das mit Hilfe des Entwicklungswerkzeugs Cold Fusion entsteht, an das Reservierungssystem der Camping-Abteilung anzubinden.

Der Markt für Web-Services ist ein lohnender. Gemäß dem Marktforschungsinstitut Gartner Group wird er in den nächsten drei Jahren auf 28 Milliarden Euro wachsen. So verspricht auch der Acucorp-Konkurrent und Marktführer bei den Cobol-Compilern Microfocus, dass bestehende Anwendungen ohne Code-Änderungen innerhalb kürzester Zeit mit Web Services werden arbeiten können.

Dazu benötigen die Anwender die jüngste Version seines Cobol-Werkzeugs Enterprise Link, die ab November erhältlich sein wird. Das Tool, das unter Windows-Betriebssystemen und Unix läuft, stellt eine Schnittstelle für Web Services zur Verfügung. Es implementiert damit eine XML-basierte Verbindung zu Mainframe-Applikationen.

So lassen sich Host-Screens und deren Verbindungen ohne Analyse und Änderung des Quellcode abbilden. Zudem können per Drag-and-Drop Web-Service-Interfaces erstellt werden, die der Standard XML Document Type Definition (XML DTD) und der Web Service Definition Language (WSDL) entsprechen. Außerdem lassen sich Client-Applikationen mit Hilfe von Dotnet-Studio von Microsoft und anderen Entwicklungs-Tools von Fremdanbietern als Web-Services erstellen. Dabei spielen unterschiedliche Datenformate wie HTML, XML. WML und PDF keine Rolle.

Acucorp findet sich in Halle A1, Stand 300-20