Corel schnappt Microsoft Partner weg

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Klein aber fein statt groß und plump

Mit Gateway ist dem Softwareanbieter Corel zwar nicht gerade ein bedeutender Fisch ins Netz gegangen, sehen lassen kann sich der neue Partnervertrag aber allemal. Schließlich hieß der Konkurrent Microsoft. Der Computerhersteller wird nun seine Maschinen der Serie 300 S statt mit Microsoft Office mit der Bürosoftware von Corel, dem Word Perfect Productivity Pack, ausstatten.

Obwohl sich das heimliche Lieblings-Softwareunternehmen der frühen neunziger Jahre nie ernsthaft an den Branchenführer heranpirschen konnte, bescheinigen die Beobachter der Firma gerade in diesem Jahr einen Zuwachs bei der Arbeitsplatzsoftware. Mit Sony, Dell, und sogar mit Hewlett-Packard hatte Corel in diesem Jahr in einzelnen Produktreihen ähnliche Deals abschließen können.

Diese Verträge werden, so die Branchenkenner in den USA, von den jeweiligen Unternehmen als Testballons betrachtet. Vorteil der weniger verbreiteten Anwendung ist demnach vor allem die gegenüber Microsoft freundlichere und ungleich günstigere Lizenzpolitik von Corel. Außerdem helfe die erst seit diesem Jahr eingebaute Vollkompatibilität mit Microsoft-Produkten der Nutzerakzeptanz auf die Sprünge.