Integrationsspezialist entwickelt Branchenlösungen

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Jüngstes Beispiel: Montage-Einheiten finden Anschluss an SAP-Zentrale

In diesem Jahr präsentiert der Spezialist für Anwendungsintegration, die Seeburger AG aus Bretten, vorkonfigurierte Branchenlösungen. Frisch aus der Taufe gehoben hat das Unternehmen eine Lösung zur Anbindung dezentraler Montageeinheiten im Just-in-Time- sowie Just-in-Sequence-Verfahren (JIT/JIS) – zusammen mit der SAP AG und T-Systems.

Seeburger gehört nach einer Untersuchung in Deutschland neben SAP, Oracle, Siebel und IBM zu den Top-Five Anbietern von E-Business-Lösungen. Zunächst spezialisiert auf den elektronischen Datenaustausch EDI bietet der Softwarehersteller nunmehr im Bereich Transaktions- und Geschäftsprozessautomatisierung ein Integrationsplattform für die Application Integration (EAI) und B2B.

So unterstützt die neueste Version der Business Integration Suite nun auch die Definition von Web Services. Mit ihrer Hilfe lassen sich Transaktionen und Prozesse zwischen Unternehmen via Internet automatisieren.

Die frei konfigurierbaren Internet-Dienste basieren auf XML-Standards wie dem plattformneutralen Kommunikationsprotokoll Simple Object Access Protocol (Soap). Sie dienen etwa für automatische Bestands- und Angebotsabfragen oder die Überprüfung von Zahlungsfähigkeit bei Online-Bestellungen.

Neben den branchenunabhängigen Produkten bietet Seeburger aber auch spezifischere Lösungen an. Beispielsweise bieten die Web Applications die Möglichkeit, Geschäftspartner mit geringem Datenvolumen über das Internet in ihre automatisierten Geschäftsprozesse zu integrieren. Es handelt sich hierbei um ein modular aufgebautes System für die Verwaltung von Bestell- und Versanddaten in der Fertigungs-, Automobil- und Konsumgüterindustrie.

Zu den Branchenlösungen gehört aber auch eine High-Tech-Lösung, die auf dem E-Business-Standard für globale Internet-Handelsnetze im High-Tech-Sektor Rosetta Net basiert

Auch für die Konsumgüterindustrie hat der Hersteller spezielle Tools zur Unterstützung von Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment (CPFR) entwickelt. Mit dieser Hilfe können Hersteller und Händler ihre Produktdaten austauschen sowie ihre Planung, Prognose sowie Bestandsführung aufeinander abstimmen. Die Automotive-Lösungen erlauben einen zeitkritischen Datenaustausch und sind auf die Erfordernisse der Automobilindustrie abgestimmt.

Das auf der Systems vorgestellte Lösungspaket von Seeburger, SAP und T-Systems ist auf die besonderen logistischen Anforderungen der Fertigungsindustrie zugeschnitten und soll eine reibungslose Integration der Datenströme in das SAP R/3-System in einem Stammhaus ermöglichen.

Der Seeburger stellt für die Lösung den Business Integration Server (BIS) als lokale EDI-Komponente bereit. Die Telekom-Tochter T-Systems hat das JIT/JIS-Prozess-Template von SAP für dezentrale Werke und deren Anbindung an zentrale SAP R/3-Systeme (Stammwerk) entwickelt.

Das Seeburger-Produkt soll dabei vor allem die Kommunikationsstrecken zu den Herstellern zur Verfügung stellen. Dabei wandeln Konvertierungs- und Mapping-Funktionen die speziellen Datenformate einzelner Netzpartner in die SAP-typischen IDOC-Formate um und stellen diese unmittelbar dem SAP-System zur Verfügung.