Mit Pauken und Trompeten gegen Citrix

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New Moon will Terminal Services wieder schick machen

Server Based Computing werde noch immer zu sehr mit dem Modell des amerikanischen Softwareherstellers Citrix gleichgesetzt, beklagt New Moon Systems. Die US-Softwareschmiede hofft mit ihrer Lösung für die Bereitstellung und Verwaltung von Applikationen in Host-Umgebungen, das Server-based Computing wieder stärker ins Gespräch zu bringen.

Im Vergleich zu Citrix’ Metaframe setzt Canaveral IQ von New Moon, das seit einem Jahr verfügbar ist, auf Microsofts RDP-Protokoll, das in allen Windows-Betriebssystemen mitgeliefert wird. Citrix dagegen setzt weiterhin auf ein eigenes, proprietäres Protokoll.

New Moon unterstützt zwar nur 32-Bit-Betriebssysteme und -Applikationen, hofft aber trotzdem, mit mehr Bekanntheit auch ein Stück vom jährlichen Umsatzkuchen von 1 Milliarde Dollar abzubekommen. Außerdem werde der Markt für Application-Hosting-Lösungen mit einer Rate von 15 bis 20 Prozent wachsen, gibt sich New Moons Vice President Max Herrman im Gespräch mit silicon.de zuversichtlich.

Als Anreiz könnten sich zwei Entwicklungen auswirken: Zum einen bieten viele Softwarehersteller inzwischen auch so genannte Concurrent User Lizenzen an, denen nicht die Zahl der Clients zugrunde gelegt wird, sondern die maximale Anzahl der gleichzeitigen Nutzer in einem Unternehmensnetz.

Zum anderen bleibt der Kostendruck auf absehbare Zeit hoch, was dem Application Service Providing doch wieder Auftrieb verschaffen könnte. Das Monitoring der Applikations-Bereitstellung könnte die Basis für das entsprechende Billing sein.