Nintendo verkauft Spielesoftware-Anteil an Microsoft

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Böse Zungen nennen es einen Rückzug aus Europa

Der Spielekonsolenhersteller Nintendo mit Sitz in Tokyo wird endgültig an Microsoft verkaufen. Der komplette Anteil an dem britischen Spielesoftware-Unternehmen Rare soll für einen Betrag zwischen 167 und 250 Millionen Dollar den Besitzer wechseln.

Damit ziehen die Japaner die Konsequenz aus dem Misserfolg von Rare: Das Unternehmen habe seit Beginn der Beteiligung kein vorzeigbares Erfolgsprodukt auf den Markt bringen können. Microsoft hingegen profitiert nun voll von der Software. Nun soll die Applikation der Redmonder Spielekonsole X-Box zu mehr Erfolg verhelfen.

Da Microsoft in Europa ein stabileres Standbein habe als Nintendo und sich außerdem die Verkaufszahlen der beiden konkurrierenden Spielekonsolen immer ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern, rechnet die Branche nun damit, dass Nintendos Produkte, die Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre hier noch sehr beliebt waren, zu einer Fußnote im europäischen Spielemarkt schrumpfen könnten.