Oracles Quartalszahlen lassen keine Freude aufkommen

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Geschäft kommt nicht recht in Schwung

Das Quartalsergebnis des Softwareherstellers Oracle ist noch ein wenig schwächer ausgefallen als von Analysten vermutet. Vor allem die Beteiligungen Oracles haben den Gewinn belastet.

Dem Zahlenwerk zufolge hat das Unternehmen im abgelaufenen Quartal einen Gewinn von 343 Millionen Dollar erzielt, ein Drittel weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Umsatz fiel um 10 Prozent auf 2,03 Milliarden Dollar.

Pro Aktie kommt so ein Gewinn von 6 US-Cent zusammen. Analysten waren von 7 Cent ausgegangen. Das hätte auf Basis des operativen Geschäfts auch hingehauen, wären nicht aus den Beteiligungen Oracles weitere Verluste in Höhe von 81 Millionen Dollar aufgelaufen. Vor allem die Softwarefirma Liberate Technologies sorgte durch einen Kurssturz von 85 Prozent für lange Gesichter bei Oracle.

Aber ein Teil der Probleme ist hausgemacht. So fiel der Verkauf neuer Softwarelizenzen um 23 Prozent. Analysten führen einen Teil des Rückgangs darauf zurück, dass die aggressive Verkaufstaktik des Softwareriesen Anwender verärgert habe.

Oracles Chief Financial Officer Jeff Henley zeigte sich nicht übermäßig optimistisch. Zwar scheine in den USA das Schlimmste überstanden, doch erwartet er für das kommende Quartal einen weiteren Rückgang in den Verkaufszahlen von 10 bis 15 Prozent. Die aktuelle Konjunkturschwäche sei die schlimmste Krise im Hightech-Markt seit 27 Jahren, sagte Henley.