EDS sieht schwarz – trotz Großauftrag

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Kränkelnde IT-Budgets bekommen Schwarzen Peter

Der Dienstleistungskonzern Electronic Data Systems (EDS) streicht seine Gewinnerwartungen für das dritte Quartal drastisch zusammen. Statt mit den noch im Juli erwarteten 364 Millionen Dollar rechnen die IT-Serviceleute nunmehr nur mit 58 bis 74 Millionen Dollar Umsatz. Auch für das vierte Quartal senkte das Unternehmen gegenüber Analysten seine Prognose: Bislang sollte sich der Gewinn zum Jahresende auf 433 Millionen Dollar belaufen, nun seien nach Unternehmensschätzungen nur mehr 283 bis 293 Millionen Dollar realistisch.

Auch wenn korrigierte Erwartungen für gründliche Buchhaltung sprechen, so verwundert diese Aussage von EDS doch etwas: Schließlich war erst gestern durchgesickert, dass das Unternehmen den seit einem halben Jahr schwebenden Outsourcing-Vertrag für das Konsumgüterunternehmen Procter & Gamble nun doch für sich beanspruchen kann.

Von einer Laufzeit von zehn Jahren und einem Vertragsvolumen von 8 Milliarden Dollar ist hier die Rede. Zunächst war EDS im Juli von dem Rennen mit Affiliated Computer Services um die lukrative Beute zurück getreten. Bei Procter & Gamble heißt es nach Angaben des Wall Street Journal dazu, die EDS-Konkurrenten hätten sich aber als schlecht auf die Aufgabe vorbereitet erwiesen, so dass jetzt doch EDS den Auftrag bekommen habe.