IT der Deutschen Bank geht an IBM

EnterpriseSoftware

CSC Ploenzke aus dem Rennen

Die Deutsche Bank lagert einen Großteil ihrer europäischen IT-Infrastruktur an IBM aus. Das Management der Bank hat das Angebot des konkurrierenden IT-Beratungsunternehmens CSC Ploenzke fallen gelassen und will jetzt exklusiv mit dem “Blauen Riesen” verhandeln.

Wie die Bank bekannt gibt, sollen die Aktivitäten sämtlicher kontinentaleuropäischen Rechenzentren und Server-Sites in Zukunft von IBM betrieben, gemanagt und gewartet werden. Bei der Entscheidung über eingesetzte Plattformen und Techniken wird IBM künftig das Ohr der Deutschbanker besitzen. Diese erwarten sich von dem Schritt eine Standardisierung der eingesetzten Techniken und damit eine deutliche Kostenreduzierung. Außerdem, so Deutsche-Bank-CEO Hermann-Josef Lamberti werde die Bank “den Übergang auf neue Technologien schneller durchführen können”. Der Manager dürfte über intime Kenntnisse seines neuen Outsourcing-Partners verfügen: In den neunziger Jahren war Lamberti Geschäftsführer von IBM Deutschland.

Die Mitarbeiter der betroffenen Rechenzentren, etwa 900 an der Zahl, sollen sämtlich von IBM übernommen werden. Dort hätten sie bessere Entwicklungsmöglichkeiten, als eine Bank sie bieten könne, tröstet Lamberti. Den Betriebsübergang erwarten die Vertragspartner in spe für das erste Quartal 2003. IBM will dann im Rhein-Main-Gebiet ein europäisches Rechenzentrum für die Bank bauen, dessen Dienstleistungen auch anderen Interessenten offen stehen sollen. Zusätzlich will die Bank auch die weltweite Netzinfrastruktur auslagern.