Spitzenmanager muss hinter schwedische Gardinen

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Insiderhandel ist eben ein unsicheres Geschäft…

Timothy Ganley, einst Vice President für den Bereich Strategischer Verkauf bei Critical Path, wird im kommenden Jahr den Himmel nur durch Gitterstäbe sehen. Der Spitzenmanager ist wegen Insiderhandels zu sechs Monaten Haft und zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Die Haftstrafe beginnt mit Wirkung zum 13. Januar 2003.

Ganley plädierte bei seiner Verhandlung im April auf schuldig. Er gab zu, von überhöhten Umsätzen und versteckten Kosten in der Bilanz gewusst und daraufhin 1300 Aktien des Softwareunternehmens verkauft zu haben. Nach Angaben des US-Justizministeriums hat das Unternehmen seine Ergebnisse in den betreffenden Quartalen um jeweils rund 10 Millionen Dollar zu hoch ausgewiesen.

In einem von der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC eingeleiteten Zivilverfahren wurde Ganley bereits im März zu eine Strafzahlung in Höhe von rund 108 000 Dollar verurteilt.