Firmen- und Mitarbeiterportale werden nicht optimal genutzt

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Wenn man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht…

Firmen- und Mitarbeiterportale sind heutzutage nahezu selbstverständlich. Schließlich sind sie zur Integration von Anwendungen, Kommunikation, Collaboration und Knowledge Management wichtig. Allerdings: Nur selten werden diese wichtigen Services bisher innerhalb eines Geschäftsprozessrahmens miteinander verbunden, heißt es in einer Meta Group-Studie zum Thema E-Enviroment.

“Wir haben festgestellt, dass viele Unternehmen erst jetzt realisieren, dass in ihrem Haus oft zwei oder mehr Content-Management-Systeme implementiert worden sind. Diese sollten nun im Rahmen von Portal-Projekten zusammengeführt werden”, erklärt Senior Consultant Anke Hoffmann. Die Anbieter von Portalen hätten bereits erste Schritte unternommen. Es würden aber wohl noch 12 Monate ins Land gehen, bis von Anbieterseite stabile, prozessorientierte Portale verfügbar seien, meinen die Experten.

Laut Meta Group würden Anbieter wie SAP Portals, IBM, Oracle CA oder Bea ihre Prozessautomatisierungs- und Workflow Funktionalitäten aggressiv als Schlüsselkomponenten ihrer Portal Frameworks vermarkten. Bisher sind 60 Prozent der Portale nicht in Geschäftsprozesse integriert. Aber immerhin: Der Studie zufolge nutzen 57 Prozent der Anwender Portal-Projekte zur Konsolidierung ihrer Website.

Außerdem haben die Analysten herausgefunden, dass 35 Prozent der Unternehmen Mitarbeiterportale vor allem aus Kostensenkungsgründen implementieren. Weitere 32 Prozent realisierten laut der Studie ein Enterprise Information Portal, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu erhöhen.