Nokia zieht Samsung auf seine Seite

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Nokia-Software beherrscht bald auch Handys anderer Hersteller

Der finnische Mobilfunkkonzern Nokia und Samsung Electronics, der koreanische Anbieter von Mobilausrüstung, wollen gemeinsam Software entwickelt. Das soll dazu betragen, die Inkompatibilität zwischen den verschiedenen mobilen Systemen abzubauen.

So die offizielle Lesart zu dem Deal, den die Hersteller geschlossen haben. Tatsächlich kamen die Vertragspartner überein, dass sich demnächst die Plattform der Nokia-Produktlinie 60 auch in Samsung-Handys wiederfinden soll.

Nokia ist weltweiter Marktführer und kann ein Drittel des Geschäfts für sich reklamieren. So ist Samsung erst der dritte große Player im Markt, der mit den Finnen ein Lizenzabkommen schließt. Siemens und das japanische Unternehmen Matsushita Communications, das Handys unter dem Namen Panasonic produziert, hatten bereits vorher angeklopft.

Laut Nokia hat das Betriebssystem der 60er Serie die Chance, auf zwei Dritteln aller Funktelefone zu laufen. Mit der Allianz stellen sich die beiden Unternehmen jetzt gegen die Ambitionen Microsofts. Der Konzern aus Redmond will seine Mobilbetriebssysteme auch auf dem Handy etablieren und strebt eine ähnlich dominante Stellung wie bei Desktop-Betriebssystemen an.