Infomatec-Vorstände angeklagt

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Die Geschichte wird noch mal spannend …

Vor dem Landgericht Augsburg hat am Freitag ein Zivilprozess von fast 200 Kleinanlegern des Software-Unternehmens Infomatec gegen zwei frühere Vorstände der Firma begonnen. Ihnen werden falsche Börsen-Pflichtmitteilungen zur Last gelegt.

Die Aktionäre aus ganz Deutschland fordern von den beiden Ex-Managern Gerhard Harlos und Alexander Häfele Schadenersatz für die Kursverluste, die sie erlitten haben. Entscheidend ist dabei, ob die Mitteilungen über das Unternehmen kaufentscheidend waren und das auch belegt werden kann.

Das Volumen des Schadens wird auf bis zu 1,5 Millionen Euro geschätzt. Eine Entscheidung wird Ende September erwartet.

Gegen das krisengeschüttelte Software-Haus sind bereits seit dem vergangenen Jahr immer wieder Zivilklagen anhängig. Einige Aktionäre konnten ihre Forderungen nicht durchsetzen.

Noch nicht entschieden ist jedoch die Berufung von Harlos und Häfele gegen ein Urteil vom vergangenen September, in dem die Augsburger Zivilrichter einem Anleger 100 000 Mark Schadenersatz zugesprochen hatten. Im Oktober will das Oberlandesgericht in dieser Sache eine Entscheidung verkünden.

Darüber hinaus sind Harlos und Häfele seit Mai außerdem auch wegen Kapitalanlagebetrugs, Kursbetrugs und Insiderhandels angeklagt. Ein Verhandlungstermin ist aber noch nicht festgesetzt.

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