Lieferanten unter Softwarekontrolle – das lohnt sich

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… für Anwender und Hersteller

Die Lizenz-Einnahmen aus dem Supplier Relationship Managment (SRM) steigen – von 129 Millionen US-Dollar in diesem Jahr auf 302 Millionen US-Dollar im Jahr 2006. Ob das Wachstum die prognostizierten 18 Prozent erreicht, hängt von einer Aufstockung der IT-Budgets ab sowie von einer erfolgreichen Vermittlung der Vorteile von SRM-Software.

Die Erkenntnisse sind der Studie “Analysis of the European Supplier Relationship Management Market” der Marktforscher von Frost und Sullivan entnommen. Bei der Berechnung der Umsätze haben die Analysten die Erträge aus Beratung, Wartung und Support außen vor gelassen.

Sie definieren SRM als Management des Informationsflusses zwischen Zulieferern und Einkaufsorganisation. Dabei lassen sich die Informationen in vier Kategorien einteilen: Design (Entwicklung), Source (Bezugsquellen), Order (Bestellung) und Monitor (Überwachung).

Die vier Kategorien dürften den Anwendern vielerlei ohnehin Bekanntes bieten. Viele haben vermutlich auch bereits das ein oder andere Produkt aus diesen Segmenten im Einsatz. Berater des Marktforschungs- und Consulting-Hauses Meta Group betonen somit auch, dass der SRM-Markt vor allem herstellergetrieben sei. Softwareproduzenten vor allem aus dem Supply-Chain-Umfeld suchten nach neuen Märkten.

Doch umgekehrt zweifeln auch die Meta-Group-Spezialisten kaum an, dass ein durchgängiges SRM Vorteile für ein Anwenderunternehmen mit sich bringt. Allerdings bedeute ein unterbrechungsfreier Informationsflusses keinesfalls, sämtliche notwendigen Produkte aus einer Hand beziehen zu müssen. Eine sinnvolle Verknüpfung und Ergänzung tut es unter Umständen auch.

In ihrer Studie stellen die Analysten von Frost und Sullivan insbesondere den Kosten sparenden Effekt von SRM in den Vordergrund. Vor allem dort, wo eine Automatisierung durch den Einsatz einer Softwarelösung manuelle und papierintensive Prozesse ablöst, seien hohe Einsparungen zu erwarten.

SRM kann die Transaktionskosten senken und Risiken im Zusammenspiel mit Lieferanten reduzieren. Wie viel Einsparungen letztlich erzielt werden können, hängt auch davon ab, wie hoch der Anteil externer Einkäufe an Gesamtumsatz des Unternehmens beträgt.