Dokumenten-Management: Umsatz da, Nachfrage sinkt

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Die Neukunden lassen sich bitten

Ihrem Namen alle Ehre macht die Agentur Good News. Sie verbreitet die Erkenntnis, dass die Unternehmen im Umfeld von Dokumenten-Management-Systemen in diesem Jahr wachsende Umsätze verzeichnen.

Die Nachricht kommt rechtzeitig vor der Branchenmesse DMS Expo, die vom 3. bis zum 5. September in Essen stattfindet.

Die Einschätzung gründet sich auf eine Umfrage der Agentur. 220 branchenzugehörige Firmen wurden befragt, 40 haben geantwortet. Obwohl die Ergebnisse also nicht repräsentativ sind, geben sie Hinweise auf aktuelle Trends.

Demnach stieg bei fast zwei Dritteln (59 Prozent) der DMS-Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. Wie hoch die durchschnittliche Wachstumsrate in Prozent oder absoluten Zahlen ausfällt, bleibt unbenannt.

Bei 15 Prozent der Befragten ist der Umsatz gleich geblieben. Doch 26 Prozent beklagen einen Umsatzrückgang – 8 Prozent stuften ihn als stark fallend ein.

Die Agentur eruierte zudem, welcher Art die Projekte waren, in denen DMS-Software zu Einsatz kam. Fast die Hälfte (48 Prozent) der in den vergangenen 12 Monaten verkauften Systeme wurden bei Großunternehmen installiert, 35 Prozent bei Unternehmen mittlerer Größe.

Die Good-News-Befragung bestätigt aber auch die Schwierigkeit der Anbieter, neue Kunden zu finden. So sieht sich ein Drittel mit einem grundsätzlichen Stopp bei den IT-Investitionen konfrontiert.

Die Agentur fragte aber auch nach den Auswirkungen der Negativschlagzeilen einiger Anbieter. So machten kürzlich etwa die betrügerischen Machenschaften des Managements bei SER und Ceyoniq die Runde. Tatsächlich nennen 18 Prozent der Befragten die dadurch hervorgerufene Verunsicherung des Kunden als Hinderungsgrund für Investitionen.