EU beugt sich Amerikas Biometrie-Druck

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Iris-Scan, Gesichtserkennung, Fußabdruck …?

Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union haben auf ihrem Gipfeltreffen im griechischen Porto Carras die schnelle Aufnahme von biometrischen Erkennungsmerkmalen in den Reisedokumenten ihrer Bürger beschlossen. Damit sollen Pässe und Visa deutlich fälschungssicherer werden.

Die EU folgt damit den Anforderungen der Vereinigten Staaten, die ab Anfang kommenden Jahres nur noch Visa mit Fingerabdruck akzeptieren wollen. EU-Bürger benötigen derzeit zwar kein Visum für die Einreise in die Vereinigten Staaten. Für sie sollen der Fingerabdruck im Ausweis, die Daten eines Iris-Scan oder einer Gesichtserkennung dann aber ab Herbst 2004 auch Pflicht werden.

Allerdings ist noch nicht geklärt, welches technische Verfahren oder welche biometrischen Merkmale verwendet werden sollen. Der deutsche Bundesinnenminister Schily fordert seit langem eine Verbesserung der Ausweisdokumente mit solchen Verfahren. Ursprünglich wollte die EU aber nur die Visa von Nicht-EU-Angehörigen mit den Daten aus einem Fingerabdruck ausstatten.

Kritiker halten den Biometrie-Fans entgegen, die Terroristen vom September 2001 seien großteils mit gültigen, nicht gefälschten Papieren in die USA eingereist. Fälschungssicherheit biete deshalb keinen besseren Schutz vor Terrorismus.