DSL-Provider Celox bleibt liquide

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Existenz nach Ausstieg der Deutschen Bank gesichert

Der auf Regionalmärkte spezialisierte DSL-Provider Celox hat auch nach der Übernahme der Anteile der Deutschen Bank-Tochter DB Industrial Holdings durch die Geschäftsführung genug liquide Mittel, um seinen Geschäftsplan umzusetzen. Letzte Woche war bekannt geworden, dass die Bank ihren 59-prozentigen Anteil den beiden Firmengründern übertragen hatte.

Die Deutsche Bank begründete den Schritt mit einer Konsolidierung ihres Investment-Portfolios. Spekulationen über eine bevorstehende Insolvenz des Bonner Providers wies Celox-Geschäftsführer Stefan Sattler zurück. Die von der Bank in das Unternehmen investierten Mittel verblieben dort. Von der Übernahme der Anteile durch die Geschäftsführung sei die Finanzierung nicht betroffen, so Sattler.

Auch stimmten Mutmaßungen darüber, dass in die Infrastruktur von Celox dringend investiert werden müsse, nicht. “Wir haben unseren Netzausbau bereits vor einem Jahr abgeschlossen,” sagt Sattler. Celox bietet seine Dienste momentan in etwa 140 deutschen Städten an. Mit eigener Netztechnik ausgebaut sind davon 34 Städte mit 50.000 bis 200.000 Einwohnern; dabei soll es vorerst bleiben.

Um in etwa einem Jahr schwarze Zahlen zu schreiben, muss Celox noch weitere Geschäftskunden gewinnen. Dabei setzt das Unternehmen neben seinem DSL-Angebot auf umfangreichere Dienstleistungen für bestehende und neue Kunden, wie beispielsweise Standortvernetzungen und Firewall-Lösungen. “Schon jetzt erzielen wir einen höheren Umsatz pro Kunde als ursprünglich angepeilt,” so Sattler. An diesem Konzept soll weiter festgehalten werden. Celox rechnet sich durch den Umfang seiner Dienstleistungen Wettbewerbsvorteile im Markt aus.