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Tobit rackert gegen Exchange

Der Softwarehersteller Tobit, Spezialist für Messaging-Lösungen im Unternehmen, hat auf der CeBIT neue Produkte vorgestellt, mit denen er vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen punkten will. Und die seien inzwischen vermehrt auf der Suche nach Alternativen zu Exchange, heißt es.

Mit seinem ‘Information Server’ David XL verbindet Tobit alle denkbaren Kommunikationsschnittstellen im Unternehmen mit den heute üblichen Koordinations-Werkzeugen: Telefon, Fax, Voicemail, mobile Kurzmitteilungen und Instant Messaging, Termin- sowie Aufgabenverwaltung, Workflow, Computer-Telefonie-Integration, Dokumentenmanagement, Replizierung und mobile Anwendungen.

So werden beispielsweise eingehende Anrufe, die sonst in der Voice-Box der Telefonanlage landen würden, als Mail mit Audiodatei beim Empfänger abgelegt. Vorteil: Samt dem integrierten Player kann die Nachricht an einen Kollegen weitergeleitet werden, wurde die Rufnummer des Anrufers mit übertragen, werden Kontaktdaten bereitgestellt, ein Rückruf ist mit einem Klick auf einen entsprechenden Button zu bewerkstelligen.

Im Vorteil gegenüber Microsofts Exchange sieht sich Tobit aber auch deshalb, weil Serienbrieffunktion, Adressdatenbank und Faxfunktion auch für den Massenversand schon integriert sind – ein Wechsel der Applikation ist also gar nicht mehr nötig.

Gegen Exchange hofft Tobit sich zudem mit der Unterstützung mehrerer Serverplattformen absetzen zu können: Neben Novells Netware und Windows ist deshalb auch eine Linux-Version für die Distributionen von Suse und Redhat angekündigt.

David XL ist für knapp 1000 Euro zu haben und richtet sich an Unternehmen mit bis zu 250 Arbeitsplätzen. Die kleinere Ausgabe, David SL, soll in Unternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern die Kommunikation erleichtern.

Zur CeBIT stellt Tobit außerdem eine Kooperation mit dem Mobilfunker O2 Germany vor. ‘Mobile Office’ soll vor allem kleinere Unternehmen ansprechen – die bisher mit solchen Angeboten kaum bedacht wurden.