Analyse-Software für UMTS verspricht klare Sicht

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Datenwald macht Anwendern Kopfweh

Mit der Analyse-Software Rodas will der Messtechnik-Konzern Rohde & Schwarz den UMTS-Forschern unter die Arme greifen. Ab sofort soll das Tool verfügbar sein, das die Messdaten von Mobilfunknetzen automatisch auswertet und grafisch darstellt.

Eingesetzt wird die Software vor allem für die Datenauswertung von mobilen Messsystemen, die mittels Messfahrten die Netzabdeckung erfassen. Der Anwender erkennt, so das Faltblatt, anhand der Ergebnisse Qualitätsprobleme und Versorgungslücken des Mobilfunknetzes. Er erhalte so Hinweise für die Optimierung, Instandhaltung und Servicequalität.

Das Tool ist außer für die Daten der Testsysteme von Rohde & Schwarz auch für andere gängige Systeme einsetzbar, heißt es: *.srs, *.ser, *.cmd seien kompatibel. Die Software unterstütze die Mobilfunkstandards GSM, GPRS, UMTS oder WCDMA. Durch das modulare Konzept von Rodas könnten neue Technologien einzeln nachgerüstet und in kurzer Zeit integriert werden – damit will das Unternehmen zur Lösung der Frage des UMTS-Netzaufbaus beitragen.

Mit UMTS stoßen nämlich konventionelle Messsysteme, die auf dem Sammeln der Daten in Dokumentenform basieren, bekanntermaßen an ihre Grenzen. Die enormen Datenmengen können vom PC nicht mehr sinnvoll verarbeitet werden. Eine automatische Datenübernahme in vorinstallierte Datenbanken könnte sich, wie bei dem genannten Produkt, als hilfreich erweisen. So könne der Anwender den statistischen Bezug beispielsweise auf Knopfdruck herstellen oder den entsprechenden geographischen Hintergrund zur jeweiligen Datenbankabfrage erhalten. Die Ergebnisse würden dann beispielsweise in Kartenform angezeigt.