Mittelstand lässt Virensoftware-Aktualisierung schleifen

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Eine Frage der Haltung

Knapp die Hälfte, 42 Prozent, aller kleinen bis mittelständischen Unternehmen (KMU) aktualisieren ihre Anti-Viren-Software nur einmal pro Woche oder seltener. Das fand der Virensoftwarespezialist Sophos in einer weltweiten Umfrage unter mehr als 4500 System-Administratoren in Unternehmen jeder Größe heraus.

Das Unternehmen kritisiert, dass diese “Laisser-faire-Haltung” im Gegensatz zu der Tatsache stehe, dass sich viele der E-Mail-fähigen und Internet-basierten Viren innerhalb weniger Minuten weltweit verbreiten und jede Woche rund 150 neue Viren entdeckt würden. Dagegen sorgten 29 Prozent aller befragten Großunternehmen für ein regelmäßiges Anti-Viren-Update in diesem Zeitraster, so die Studienautoren.

Allerdings ist auch in KMUs bekannt, dass das Netzwerk zusammen mit den gesamten kritischen Daten stark gefährdet ist, wenn versäumt wird, den Virenschutz öfter als einmal pro Woche zu aktualisieren. Denn so sind sie nicht ausreichend gegen die neuesten Schadprogramme geschützt. Dass es inzwischen Tools gibt, die auf dem Server liegend automatisch in beispielsweise stündlichem Abstand die Schutzsoftware aktualisieren, ist inzwischen hinlänglich bekannt.

Die Umfrage förderte außerdem zu Tage, dass nur 46 Prozent aller befragten KMUs einen Viren-Gatewayschutz implementiert haben, um E-Mail-fähige Viren und Würmer abzuwehren. Dagegen haben 70 Prozent der Großunternehmen Überwachungs-Maßnahmen eingeleitet, um ihren Gateway vor Viren-Befall zu bewahren.

Graham Cluley, Senior Technical Consultant bei Sophos, kommentiert die Ergebnisse: “Die Anti-Viren-Software eines Unternehmens nur einmal pro Woche zu aktualisieren, kommt einem wöchentlichen Zähneputzen gleich – es schafft gerade mal ein Minimum an Sicherheit und kann langfristig zu schmerzlichen Konsequenzen führen.”