Microsoft besänftigt Taiwans Markthüter mit Preissturz

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Außerdem: Taiwan bekommt Geheimrezept für MS-Programme

Der US-Softwareriese Microsoft hat sich mit der taiwanesischen Fair Trade Commission auf eine Senkung der Windows-XP-Preise geeinigt. Das berichtet die Tageszeitung China Post. Um eine Untersuchung wegen des Verstoßes gegen taiwanesische Kartellbestimmungen beizulegen, willigte der Softwarehersteller jetzt ein, die Preise für die Windows XP Professional Academic Edition um über 50 Prozent zu senken.

Office XP, das derzeit noch für 480 Euro verkauft wird, soll ebenfalls um 14 Prozent billiger werden. Außerdem verpflichtete sich Microsoft, Teile des Quellcodes seiner Produkte für taiwanesische Entwickler offen zu legen.

Microsoft wurde in dem neuen Markt, ähnlich wie in Europa und den USA zuvor, auch vorgeworfen seine marktbeherrschende Position auszunutzen. Eine nicht näher genannte Zahl von taiwanesischen Firmen legten bei der Fair Trade Commission Beschwerde ein, Microsoft würde seine Betriebssystemen für PCs und Büro-Software zu überteuerten Preisen verkaufen. Die Kartell-Untersuchungen liefen bereits seit April 2002.

Microsoft tut gut daran, sich auch Freunde in Asien zu machen. Immerhin will das Unternehmen zusammen mit dem zweitgrößten Mobilfunkunternehmen in China, der China United Telecommunications, die Entwicklung einer gemeinsame Handy-Plattform vorantreiben. So will sich der Löwe auf dem chinesischen Mobilfunkmarkt seinen Anteil sichern.