Palm & Co: Hickhack um Graffiti

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… könnte teuer werden

Im Streit um Graffiti, eine Software zur Handschrifterkennung auf tragbaren Computer-Geräten, hat der Marktführer Palm zumindest einen Teilerfolg gegen Xerox errungen. Das Unternehmen, das eigentlich Drucker und Kopierer herstellt, beansprucht Patentrechte auf das Verfahren und hat Palm auf Schadenersatz verklagt.

Nun darf aber Palm zumindest vor Gericht die Rechtmäßigkeit des Patents an sich anzweifeln und bekommt damit mehr Zeit, diese Auffassung zu belegen. Palm und Xerox treffen sich seit fast sechs Jahren regelmäßig vor Gericht, um diese Frage zu klären.

Amerikanischen Medienberichten zufolge hat Palm nun aber schon damit begonnen, Rücklagen von 50 Millionen Dollar zu bilden, um etwaige Schadenersatzforderungen zu begleichen. Dennoch beharrt der Hersteller weiterhin darauf, dass auch andere Unternehmen ähnliche Software entwickelt haben und sie auch einsetzen. Deshalb sei das Patent hinfällig. Palm hat Graffiti auf rund 20 Millionen seiner Personal Digital Assistants (PDAs) installiert.

Vor rund einem Monat hatte Palm ohnehin angekündigt, in Zukunft ein anderes Verfahren zur Erkennung von handschriftlichen Notizen auf den Touchscreens seiner PDAs zu verwenden. Statt dessen soll ‘Jot’ von Communication Intelligence zum Einsatz kommen.