Insidergeschäfte bringen Peoplesoft-Manager zu Fall

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Hoher Preis für kurzes Glück

Dem ehemaligen Verkaufsdirektor von Peoplesoft, Kenneth Mellert, steht eine Klage wegen illegalen Insidergeschäften bevor. Angeblich schaufelte der Peoplesoft-Manager mit Hilfe seines internen Wissens darüber, dass das Unternehmen seine Quartalsprognosen nicht erreichen werde, im vergangenem Frühling etwa 59 000 Dollar in die eigene Tasche.

Laut einer Meldung der Behörden hätte Mellert am Morgen des 1. April 2002 erfahren, dass das Unternehmen später am Tag eine Umsatzwarnung publizieren würde. Daraufhin soll er einen Freund, Roman Meyer aus Atlanta, benachrichtigt haben, der unmittelbar Peoplesoft-Aktienoptionen für 16 000 Dollar kaufte.

Diese Summe stieg beachtlich im Kurs, nachdem die Warnung am gleichen Tag veröffentlicht wurde und die Aktien um 33 Prozent fielen. Einige Tage danach verkaufte Mayer die Aktien Optionen wieder und erzielte den besagten Nettogewinn von 218 000 Dollar.

Ein Anwalt von Mellert äußerte zu den Vorwürfen, dass er die Anschuldigungen nicht anfechten werde, sondern versuchen wolle, eine Einigung beider Parteien zu erlangen. Mellert trat im Juni 2002 von seinem Amt zurück und hat sich bislang nicht in dieser Frage geäußert. Unabhängig davon kooperierte Mayer mit der Untersuchungskommission, und beteuerte, sich in Zukunft nicht noch einmal an illegalen Insidergeschäften zu beteiligen. Er muss in jedem Fall eine Strafe von 270 000 Dollar zahlen.