Microsofts Office-Anwender sind upgrade-müde

EnterpriseSoftware

Und was, bitteschön, soll Office 11 Neues bringen?

Was Microsoft bisher schon befürchtet hat, wird jetzt von der Giga Information Group bestätigt: Die Unternehmensanwender haben sich von den Update-Zyklen des Office-Pakets weitgehend abgenabelt. Derzeit dominiere noch immer Office 2000 auf den Firmen-PCs weltweit, heißt es in einer aktuellen Giga-Studie, obwohl der Nachfolger Office XP schon seit knapp zwei Jahren auf dem Markt ist.

Insgesamt 1,3 Millionen Clients wurden nach Angaben der Marktforscher weltweit gescannt, zusätzlich die zuständigen IT-Leiter befragt. Danach arbeitet jeder zweite Büroangestellte mit Windows-Arbeitsplatz derzeit noch mit Office 2000, nur 11,4 Prozent versuchen sich schon an Office XP. Und an einem Drittel aller untersuchten Arbeitsplätze kommen die Mitarbeiter offenbar noch immer mit Office 97 aus.

Allerdings steht in 42 Prozent der befragten Unternehmen spätestens 2005 ein Wechsel der Office-Suite an. In 57 Prozent der Fälle haben die ITler dafür auch Office XP ins Auge gefasst. Immerhin jeder Siebte will seine Produktivitäts-Landschaft auf Office-2000-Linie bringen. Und 11 Prozent der Befragten meinten, wenn schon eine neue Office Suite, dann wollten sie sich doch lieber mit einer Open-Source-Variante herumschlagen – entweder ‘Star-Office’ oder eben ‘Office Desktop’ vom Linux-Distri Suse.

Bei rund 45 Prozent der Unternehmen, vor allem kleineren und mittleren Betrieben, stößt der Microsoft-Vertrieb mit einem Office wohl auf Granit: Die Verantwortlichen wollen ihre Text- und Tabellenverarbeitung überhaupt nicht mehr modernisieren.