IBM jagt EDS aus der Ford-Garage

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Erfolgsserie gerissen?

Der in letzter Zeit sehr erfolgsverwöhnte IT-Dienster EDS muss einen langjährigen Stammkunden von der Liste streichen. Künftig will der Automobilkonzern Ford seine Anwendungen bei IBM einkaufen. Das besiegelten beide Unternehmen nun mit einem Vertrag, der über mehrere Jahre laufen soll.

Software und Services für den bit-intensiven Konstruktions- und Designbau am Rechner liefern demnach nun nicht mehr wie seit Mitte der Neunziger Jahre die EDS-Abteilungen, sondern IBM und der Software-Anbieter Dassault. Zusätzliches Prestige gewinnen die Anbieter dadurch, dass die Produkte für eine neue Produktfamilie bei Ford eingesetzt werden sollen.

Den Grund für den Wechsel vermuten die Experten bei Gartner darin, dass die Ergebnisse der Zusammenarbeit mit EDS nicht in Dollars greifbar gewesen und die Software zudem etwas teuer gewesen sei. Ford muss sich schließlich, ähnlich wie die weltweite einst als unangreifbar geltende Autobranche, von Milliardenverlusten erholen.