Siebel wappnet sich gegen Übernahme

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Ist das die Ruhe vor dem Sturm?

Tom Siebel ist offenbar nervös und hat Maßnahmen gegen eine etwaige feindliche Übernehme seines Softwareunternehmens ergriffen. Der Vorstand billigte einen Aktionärsplan, wonach die Anteilsinhaber Vorzugsaktien zu einem verminderten Preis erwerben dürfen, sobald eine Gruppe oder ein Einzelaktionär sich mehr als 15 Prozent der Aktien aneignet.

Diese ‘Giftpillen’ würden eine Übernahme zunächst verzögern und schließlich sehr viel kostspieliger machen. Unternehmen greifen üblicherweise auf eine solche Maßnahme zurück, wenn sie durch niedrige Aktienkurse und ein unsicheres Umfeld eine Übernahmegefahr heraufziehen sehen.

Siebel, Spezialist für Customer Relationship Management, hat seit dem vergangenen Frühjar drei Viertel seines Aktienwerts eingebüßt: Die Papiere rutschten kontinuierlich von 37 auf zuletzt 8,80 Doller ab. Ausschlaggebend ist die Spezialsoftware, die sich in den Unternehmen nur langsam etabliert. Siebel hat in den vergangenen beiden Jahren immer weiter Umsatz eingebüßt und in den zwei zurückliegenden Quartalen Verluste eingefahren. Rivale SAP hat dagegen ein glänzendes Quartal hingelegt.