Oracle will vorhersehbare Preise

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Laufende Kosten sollen künftig besser berücksichtigt werden

Kostenvoranschläge auf Basis der Total Cost of Ownership (TCO) will Oracle künftig seinen Kunden anbieten. In einer Rede während der AppsWorld, der Hausmesse des Herstellers in San Diego, kündigte Oracle-Chef Larry Ellison ein neues Preismodell namens “All-in-One” an. Darin sollen nicht nur die an den Konzern zu entrichtenden Gebühren für Lizenzen und Installation enthalten sein, sondern auch die für den laufenden Betrieb der Software.

Laut Ellison ist auch Oracle Teil einer Industrie, die ihren Kunden die wahren Kosten eines Projektes nicht verrät, bis es abgeschlossen ist – und dann kämen die laufenden Kosten hinzu.

Ganz uneigennützig sind die Pläne von Ellison freilich nicht. Denn genau an den laufenden Kosten will der Datenbankhersteller künftig mitverdienen. Das Paket, das auch den Support nach einer Installation beinhalten soll, sieht die Lieferung von entsprechenden Leistungen durch Oracle vor.

In Ellisons Visier ist mit diesem Paket vor allem der Mittelstand. So soll das als Subskriptionsmodell aufgebaute Angebot Module für Finanzmanagement, Inventarverwaltung und Auftragsabwicklung enthalten, dies auf Basis der neuen Release 11i. Idealer weise würden diese Anwendungen auch nicht beim Kunden selbst, sondern in einem Data-Center des Herstellers laufen. Ersten Angaben nach sollen die Preise bei 15 000 Dollar für das Aufsetzen der Software plus 300 Dollar monatlich liegen. Anwender-Support käme extra hinzu. Das Programm soll voraussichtlich ab März angeboten werden.