Sun liefert ersten Liberty-Baustein

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Rivalitäten erstmal beiseite geschoben

Sun Microsystems hat mit dem Identity Server in der Version 6.0 erstmals eine Applikation nach dem Liberty-Standard vorgestellt. Gemeinsames Ziel der in der Liberty-Allianz zusammengeschlossenen Unternehmen ist ein Verfahren zur Verwaltung von Passwörtern für Online-Dienste. Das “Single-Sign-on” gilt als einer der wichtigsten Zukunftsmärkte im Online-Geschäft.

Suns Identity Server ist derzeit als einzelnes Produkt verfügbar, bis Ende März soll es auch Bundles mit Sun-Hardware geben. Für Sun hat die Präsentation knapp anderthalb Jahre nach der Vorstellung des Liberty-Projekts besondere Bedeutung, weil sich der Konzern gleichzeitig stärker im Softwarebereich positionieren will.

Der Wettstreit mit Microsoft um die Vorherrschaft beim “Single-Sign-on” ist dagegen abgeebbt. Hier herrscht in gewisser Weise ein vorläufiger Waffenstillstand.

Sun kann zum Start des neuen Identity Servers auch schon einen ersten Referenzkunden benennen: Das Kreditinstitut Wells Fargo hat eine Vorabversion im laufenden Betrieb getestet und damit den Übergang vom Bereich für Online-Banking in den Kundenbereich für Online-Brokerage realisiert – ohne, dass sich der Kunde erneut anmelden muss.

Identity Server ist derzeit für Suns Solaris, für Unix und Windows verfügbar. Eine Linux-Version soll im Laufe des Jahres auf den Markt kommen.