SAP USA bekommt die Job-Sense zu spüren

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Das heißt dann “Strukturentwicklung” …

Die Geschäfte laufen schlecht, die Köpfe rollen: 174 Mitarbeiter fallen buchstäblich der Neuausrichtung von SAP USA zum Opfer. Tatsächlich abgebaut werden aber nach Aussage von Unternehmenssprecher Markus Berner nur 88 Stellen.

“Für 44 Mitarbeiter, mit deren Leistungen der neue Chef William McDermott nicht zufrieden war, wird ab sofort Ersatz gesucht”, sagte er auf Nachfrage. Erst in einem zweiten Schritt sollen weitere 40 Stellen aus dem Bereich Global Support abgebaut werden.

Dieser Schritt ist Ausdruck für die notwendige Neuausrichtung, heißt es in Walldorf. Theo Kitz, Analyst bei der Privatbank Merck Finck & Co, zeigt sich dennoch verwundert über die Nachricht: “McDermott hatte erst kürzlich gesagt, seine Finanzsituation sei unter Kontrolle.”

Er zeigte sich besorgt, dass Einschnitte bei der US-Vertriebsmannschaft ein Schritt zurück seien und die Marktposition für SAP in einem der meist umkämpften nationalen Märkte schwächten. “Aber verglichen mit den Konkurrenten Oracle und Siebel setzt SAP die Schere vergleichsweise sanft an”, meint Kitz.

Aber obwohl er die Stellenkürzungen kritisch sieht, sagt er: “SAP wird seine selbst gesteckten Ziele bei der Gewinnmarge ohne Stellenstreichungen nicht erreichen.”