Apple jagt Microsoft mit eigenem Web-Browser

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Steve Jobs geht im Internet auf “Safari”

Dreimal schneller als der Internet Explorer des Konkurrenten aus Redmond soll er sein, der erste von Apple gebaute Web-Browser namens „Safari“. So zumindest pries Steve Jobs auf der Macworld in San Francisco sein neuestes Produkt an. Außerdem konnte er mit einer eigenen Präsentations-Software namens Keynote aufwarten – ähnlich dem Powerpoint-Programm von Microsoft.

Als Grund für den Alleingang führte Jobs schlicht an: „Wir wollten uns verbessern.“ Beide Neuheiten zielen klar gegen Microsoft, was etwas verwundert. Haben die Unternehmen doch eine Vereinbarung im Bereich Office-Applikationen und sind zumindest dort eher Freund als Feind.

Mit Blick auf immer wiederkehrende Drohungen der Redmonder gegen den Konkurrenten aus Cubertino, machte Jobs aber deutlich, dass weiterhin eine starke Partnerschaft zwischen den Firmen bestehe. Auch von Seiten Microsofts gehe diesbezüglich keine Feindschaft aus, so die New York Times. Das Unternehmen sehe keinen Anlass, von der Entwicklung seiner Produkte für das Apple-Betriebssystem Mac OS abzurücken.

Safari benötigt mindestens die Version 10.2 des Mac OS und basiert auf einer Opensource-Maschine. Damit bleibt Apple weiterhin dabei, auf Opensource zu setzen, ein Verhalten, das für die Firma verhältnismäßig neu ist. Die Offenlegung der Quellcodes für die Netzwerktechnik “Rendevous“ war noch vergangenen September eine Überraschung.

Neben dem Internet-Explorer soll der Browser zudem schneller sein als Netscape und Chimera, einem Ableger von Mozilla. Die Beta-Version kann ab sofort kostenlos herunter geladen werden.

silicon meint: Ob da das letzte Wort schon gesprochen ist? Spätestens wenn Microsoft Marktanteile an Apple im Browser-Bereich verliert, was noch nicht abzusehen ist, werden die Redmonder die Hand ans Halfter legen und mit aller Macht versuchen, Jobs und Co. wieder in die Reihe zurück zu weisen. Dann hat es sich mit der Freundschaft und mit der Partnerschaft vielleicht auch.