Fraunhofer-Archivsystem guckt sich selber zu

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Filmrollen-Speicher steigt vom Keller hoch in die Datenbank

Mit einem hochkomplexen Projekt will das Fraunhofer Institut, Abteilung IPSI, Bibliothekaren und Archivaren von Filmmaterial das Leben erleichtern. Das ‘Collate’ genannte Speicherprojekt bietet eine Web-basierte Umgebung und – das ist der Clou – beobachtet die Nutzung durch die Filmhistoriker, die das Projekt derart mit anschieben dürfen. Dabei wird erfasst, ob und wie das Archivsystem die Wissensarbeit erleichtern kann.

Das Projekt wird voraussichtlich im kommenden Jahr abgeschlossen. Dann sollen die Dokumente einen Großteil aller deutschen, tschechischen und österreichischen Filme der 20er und30er Jahre umfassen. Auch Quellenmaterial und Papierdokumente könnten dann beigefügt werden.

Hierfür stelle Collate in einer virtuellen Umgebung für verteilte Benutzergruppen den webbasierten Zugriff auf die digitalisierten Bestände und aufgabenbasierte Schnittstellen bereit.

Die Datenbanken sind im XML-Format abgefasst und seien damit zukunftssicher, heißt es. Umfangreiche Spezialfunktionen wie automatisiertes Retrieval und eine hochkarätige Stichwortsuche sollen das Stöbern im Metatext erleichtern. Ein methodisch-empirisches Erforschen der Nutzung sorge für ständige Optimierung des Projektes, das nach Abschluss auch für andere Wissensbereiche tauglich gemacht werden soll.

Herauskommen soll bei der intensiven Projektarbeit von Informatikern und Medienexperten ein Weg, wie der Zugriff auf Wissen zielgerichtet zu strukturieren ist. Nutzer sollen dementsprechend Wissenschaftler, Archivare aber auch Endnutzer sein.