Branchengeflüster: IBM will Rational Software übernehmen

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Größter SW-Brocken, den IBM seit langem schluckte

Der IT-Konzern IBM wird voraussichtlich den Softwareunternehmen Rational Software übernehmen. Und der Preis steht wohl auch schon fest, wenn es nach rational geht. Wie das US-Magazin Business Week aus Unternehmenskreisen beider Partner erfahren haben will, soll der Hersteller von Software-Tools für Mainframe-Umgebungen in etwa an den Preis von Lotus Notes heranreichen. Im Jahr 1995 zahlte Big Blue für die nun vollständig integrierte Abteilung satte 3,5 Milliarden Dollar.

IBM, so heißt es, wolle aber nicht so viel Geld für den Hersteller hinlegen – Preise für ein solches Unternehmen rangieren schließlich schon seit mehreren Quartalen nur noch im zwei- maximal im dreistelligen Millionenbereich. Immerhin darf sich Rational mit derzeit 3400 Angestellten weltweit aber zu den Großen der Branche zählen und pocht als Umsatzbringer von 657 Millionen Dollar im vergangenen Geschäftsjahr auf seinen Wert.

Business Week will von “Verhandlungspartnern aus beiden Unternehmen” vernommen haben, dass die Gespräche an diesem Punkt festgefahren seien. Sollte sich keiner der beiden Partner bewegen, könnte der Deal platzen – damit wären auch die Sprünge, die das Rational-Papier seitdem macht, schnell wieder obsolet.