AMR-Analyst: “Bringt Ordnung in eure Datenbanken!”

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Neue IT-Skills lauern auf leidenschaftliche Fummler

Wer in längst vergangenen Urzeiten, also vor fünf bis zehn Jahren noch, eine Datenbank “per Hand” gepflegt hat, weiß, dass das die reinste Sisyphus-Arbeit ist. Dennoch lohnt sich der Aufwand – denn Datenqualität wird erst bemerkt, wenn sie nicht mehr da ist.

Sogar bei komplexen IT-Projekten kann die Datenbankpflege über Gedeih und Verderb entscheiden und unter Umständen Millionen und den Kopf des verantwortlichen Datenbänkers kosten. Mit dieser Warnung tritt Rod Johnson an, Vice President und General Manager des US-Marktforschungsunternehmens AMR Research.

Ineffizientes Datenmanagement und halbseidener Datenanalyse-System-Einsatz seien die häufigsten Gründe für ein Scheitern unternehmensübergreifender IT-Projekte – und dies nicht nur im Verlauf, sondern auch im Ergebnis. “Die Optimierung der Datenbestände ist essentiell für schnelle Antwortzeiten im Kundenverkehr”, so Johnson gegenüber dem US-Medium E-Commerce-Times.

Es könne nicht angehen, dass ein Kunde oder Mitarbeiter bei einer Online-Anfrage minutenlang warten müsse, bis das System die gewünschte Information endlich anschleppe. Hier helfe nur penible Ordnung im Datenstamm.

Verschiedene Hersteller von Datenbanksoftware, so weiß er auch zu berichten, böten aber einstweilen Abhilfe mit “ganz brauchbaren” Tools für das Großreinemachen und die tägliche Pflege in der Datenbank. Allerdings lösten sie selten das Problem, dass komplexe Datenstränge schwer zu entwirren und noch schlechter in Schubladen zu drücken sind. Der Marktforscher sieht darin sogar ein neues Wachstumsfeld.: “Gut möglich, dass mit diesem Problem das nächste meistgesuchte IT-Fachwissen heranwächst.”