Spam-Flut rollt immer schneller

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Und es rechnet sich doch …

Das Spam-Problem, also das mit unverlangt zugesandten, kommerziellen Mails ist in den vergangenen Monaten explosionsartig gewachsen. Den Herstellern entsprechender Filtersoftware zufolge liegt der Anteil des Werbemülls am gesamten Mail-Aufkommen bei 20 oder sogar bei 50 Prozent. Im vergangenen Jahr sei die Marke von 10 Prozent noch allgemein gültig gewesen, heißt es beispielsweise beim US-Anbieter Bright Mail.

Zu dieser Entwicklung habe beigetragen, dass die notwendigen Utensilien inzwischen leicht und für wenig Geld zu haben sind. Auf dem Markt werden demnach CDs mit Millionen von E-Mail-Adressen angeboten. Neben einer potenten Mailing-Software braucht ein Spammer dann nur noch einen offenen SMTP-Relay-Server, über den er seine Mails verschicken kann.

Und die Zahl der professionellen Spammer nimmt offenbar dramatisch zu, weil einerseits mehr und mehr Firmen günstigere Werbekanäle suchen, andererseits aber auch immer mehr versierte IT-Leute auf der Straße sitzen und mit Spam ein paar Euro verdienen.

Auch wenn die Rücklaufraten bei Mails in der Regel unter einem halben Prozent liegen, rechne sich das Modell für beide Seiten, rechnet Bright Mail vor. Beispielsweise erhalte ein Spammer für den Versand von 1 Million Mails pauschal 1500 Dollar. Auch wenn sich daraufhin nur ein Zehntel Prozent der Empfänger bei dem Anbieter meldet, kämen 1000 Kundenkontakte tatsächlich zustande – für einen Schnäppchenpreis von 1,50 Dollar pro Kopf.