Novell schreibt ein kleineres Minus

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Sparzwang drückt Traditionsunternehmen die Kehle langsam zu

Der US-Software-Hersteller Novell hat im vierten Geschäftsquartal seinen Netto-Verlust geringfügig verringert und den Umsatz im Software-Geschäft erstmals seit drei Jahren wieder gesteigert.

Im dritten Quartal musste das Unternehmen einen Verlust von 91,7 Millionen Dollar oder 25 Cent je Aktie einstecken, dies unter Berücksichtigung von Abschreibungen auf Immobilien und Firmenbeteiligungen. Der im US-Bundesstaat Utah ansässige Konzern hatte im Vergleichsquartal des Vorjahres aber einen höheren Nettoverlust geschrieben: 94,5 Millionen Dollar waren es damals.

Vor Sonderposten verbuchte Novell im Quartal einen Gewinn von 4 Cent je Aktie nach 2 Cent im Vorjahr. Das Unternehmen hatte zuletzt einen Gewinn je Aktie von nur 2 bis 3 Cent vorausgesagt. Der Konzernumsatz sank zwar leicht auf 300 Millionen Dollar, von 316 im Vorjahreszeitraum, lag damit aber noch über der Prognose des Unternehmens von rund 292 Millionen Dollar.

Grund für den Umsatzrückgang sei vor allem die schwache Entwicklung im Beratungs-Geschäft gewesen. Dagegen stieg der Erlös aus dem Software-Geschäft um rund vier Prozent auf 224 Millionen Dollar.

Für das laufende erste Geschäftsquartal bis Ende Januar prognostizierte Novell einen leichten Gewinn, wenngleich der Umsatz zum vierten Quartal voraussichtlich um rund sechs Prozent zurückgehen werde. Novell verwies hierbei auf das üblicherweise eher schwache Geschäft zu Jahresbeginn.