Rettung für Bäurer durch Bescheidenheit

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Aktienkurs des Software-Spezialisten schießt in den Himmel

Eine Rettung des insolventen Software-Unternehmens Bäurer wird immer wahrscheinlicher. Die Banken stimmten dem Sanierungskonzept von Insolvenzverwalter Volker Grub zu, teilte die Aktiengesellschaft am Unternehmenssitz in Hüfingen mit.

Demnach soll sich Bäurer auf das Kerngeschäft mit betriebswirtschaftlicher Standardsoftware für den Mittelstand konzentrieren. Die Folge ist eine drastische Verringerung der Standorte und des Personals, das auf etwa 150 Mitarbeiter sinken soll. Derzeit beschäftigt die Gruppe nach früheren Angaben etwa 430 Mitarbeiter, der einstige Höchststand lag bei knapp 1000.

Das Unternehmen hatte sich mit hohen Investitionen im Ausland und ins E-Business offenbar übernommen. Die Hausbanken waren bereits vor dem Insolvenzantrag bereit gewesen, auf Forderungen zu verzichten.

Der geplante Einstieg amerikanischer Finanzinvestoren scheiterte jedoch. Bäurer musste vor einem Monat Insolvenz anmelden. Vorstandschef und Firmengründer Heinz Bäurer trat vor zwei Wochen zurück. Weitergeführt werden jetzt nur die Geschäfte in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Bäurer erzielte im vergangenen Jahr Umsätze von 76,4 Millionen Euro und verbuchte einen Verlust von 40,9 Millionen Euro. Schon in den vergangenen Tagen hatte der Aktienkurs deutlich zugelegt. Heute aber verzeichneten die Papiere bis zum Nachmittag ein Plus von fast 37 Prozent.