Neuer Lehrstuhl der TU München hebt Informatik auf neue Stufe

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Nicht nur Lehrer- sondern auch Schülerausbildung

Mit einem Lehrstuhl für Didaktik der Informatik versucht die Münchner Technische Universität dem Fachkräftemangel langfristig beizukommen. Das Lehramtsfach Informatik soll nach zehn Jahren breiter Diskussion und zahllosen Probeläufen mit Wahlfachkonzepten in Grund- und weiterführenden Schulen landesweit die Informatik als Pflichtfach etablieren. Bayern hat damit europaweit den ersten derartigen Lehrstuhl eingerichtet.

Den Grund dafür benennt das bayerische Kultusministerium anlässlich der Lehrstuhleinsetzung so: “Die zukünftigen Mitglieder einer Informationsgesellschaft müssen in der Lage sein, Informationen gezielt zu finden, zu selektieren, zu interpretieren und zu präsentieren.”

Mit Blick auf die schnelllebigen Produkt- und Systemzyklen in der Disziplin erklärte Manfred Broy, Professor an der TU, dass es darauf ankomme, in der Didaktik bei Studenten und Schülern weniger ein reines “gerätetechnisches Verständnis der Informatikgeräte, sondern vielmehr einen soliden Grundbegriff der Informatik, ihren Methoden, Modellen und Sichtweisen zu vermitteln”.

Sein Kollege Werner Hartmann von der Informatik-Fakultät der ETH stößt in das selbe Horn, wenn er auch den Basischarakter der Informatik hinweist: “Wenn sich die Informatik als Grundlagenfach an den Schulen etablieren will, muss sie sich stärker an die bewährte Tradition anderer Basiswissenschaften anlehnen und die Grundlagenkenntnisse in den Vordergrund stellen.”