Softwarehersteller schieben schon jetzt den 2003-Blues

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Das Jahr 2003 bietet kaum Chancen für eine rasche Wiederbelebung des IT-Markts. Mit dieser Prognose haben sich jedenfalls die beiden Softwarehersteller Oracle und Siebel auf einer Investorenkonferenz in San Francisco präsentiert.

Die IT-Ausgaben werden im kommenden Jahr kaum wachsen und auf dem derzeit niedrigen Niveau verharren, ist man sich bei Siebel sicher. Man müsse mindestens bis zum Jahreswechsel 03/04 warten, um wieder von Zuwächsen träumen zu können, hieß es. Gerade Siebel hatte im Jahr 2000 noch einen Umsatzzuwachs von mehr als 120 Prozent verbuchen können, im vergangenen Jahr war es immerhin noch ein Plus von 14 Prozent.

Die Ursachen seien im schwindenden Vertrauen der Verbraucher zu suchen – der entsprechende Index hat gerade einen Wert erreicht, der zuletzt vor neun Jahren so niedrig war. Erdrückend sei aber ebenfalls der drohende Krieg im Nahen Osten.

Deshalb erscheine eine Erholung momentan noch weiter entfernt als noch vor drei Monaten, meinte Oracle-CFO Jeff Henley. Über das Ende des laufenden Geschäftsquartals Ende November wolle er deshalb überhaupt keine Prognosen für den Datenbankspezialisten abgeben.