SZ-Anzeigenleute zittern vor IDS-Scheer-Beratern

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Restrukturierung, Effizienzsteigerung, Kerngeschäft …

IDS Scheer AG, Hersteller von Prozessoptimierungssoftware, hat einen dicken Fisch an Land gezogen: Die Süddeutsche Zeitung, will sich die Organisation und die Abläufe des gesamten Anzeigenbereichs gründlich durchleuchten lassen. IDS Scheer soll dabei parallel zur Einführung neuer Systeme agieren und die branchenspezifischen Prozesse und Organisationsstrukturen mit der Software “Aris” untersuchen.

Dies werde in enger Zusammenarbeit mit den Führungskräften des Unternehmens geschehen, heißt es bei dem Software- und Beratungshaus. Die Süddeutsche verspricht sich nach der schwierigen Suche nach neuen Investoren mehr Wirtschaftlichkeit in der Anzeigensachbearbeitung und -herstellung.

“Diese Maßnahme ist im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen zu sehen, die derzeit innerhalb der ganzen Mediengruppe Süddeutscher Verlag laufen. Für das Kerngeschäft des Verlages, die Süddeutsche Zeitung, bedeutet die von uns jetzt im Anzeigenbereich eingeleitete Reorganisation eine erhebliche Verbesserung der Wettbewerbsposition”, sagte Geschäftsführer Hans Gasser der SZ.

Im Klartext heißt dies: Stelleabbau auch im Anzeigenbereich. Ein Mitarbeiter der SZ-Anzeigenabteilung fasste gegenüber silicon.de zusammen: “Wenn sogar die bislang heiligsten Kühe, die Redakteure, zu Dutzenden vor die Tür gesetzt werden, haben wir auch bald Matthäi am letzten.”