Online-Brokerage: Doomsday kommt bald

Management

Wo viele Anbieter sind, sind so manche überflüssig

Drei Viertel aller in Europa aktiven Seiten für Online-Brokerage sollen bis zum Jahr 2007 eingestellt sein. Das wären bei derzeit 160 Angeboten etwa 120.

Ihr Ableben wird nach Ansicht von Charlotte Hamilton vornehmlich Übernahmen durch Banken und Insolvenzen geschuldet sein. Die Forrester-Analystin geht davon aus, dass die durch Budgetkürzungen arg abgespeckten Angebote nicht dazu angetan sind, neue Investoren zu locken.

“Die Betreiber müssen sich von dem Wunderglauben verabschieden, mit starken Einsparungen trotzdem große Umsätze zu machen”, sagte sie. Vielmehr sollten sie sich definitiv entscheiden: “Es gibt entweder die Möglichkeit für eine hochprofitable Strategie bei hohen Kosten und einem exklusiven, limitierten Angebot für regelmäßige Seitenbesucher, oder aber die Betreiber bieten einer wachsenden Anzahl von Gelegenheitsaktionären eine kostengünstige Plattform.”