T-Systems kürzt radikal Personal

Management

Da helfen selbst Großaufträge nix

Die Telekom-Tochter T-Systems ist nach wochenlangen Spekulationen mit ihren Plänen zu Stellenstreichungen an die Öffentlichkeit gegangen. Ende des kommenden Jahres will der IT-Dienstleister aus Frankfurt/Main insgesamt 3500 Mitarbeiter weniger beschäftigen. 2500 Jobs fallen demnach im Inland weg, 1000 im Ausland.

Am härtesten trifft es den Plänen zufolge die Bereiche Business Lines und Computing Services mit 1000, beziehungsweise 700 Stellenstreichungen. Während also bei den IT-Dienstleistungen kräftig zusammengekürzt wird, muss das Projektgeschäft mit seiner Systemintegration in Zukunft nur auf 250 Mitarbeiter verzichten. Die Gewerkschaften haben auf Protestveranstaltungen bereits ihren Widerstand angekündigt.

Für Stirnrunzeln bei den Kunden dürften die Pläne sorgen, von den 23 T-Systems-Rechenzentren 17 zu schließen. Die Kunden aber hätten selbst mit ihrer Investitionszurückhaltung diese radikalen Schritte notwendig gemacht, so T-Systems-Chef Christian Hufnagl. Er hat sich gegenüber der T-Konzernmutter zu Einsparungen in Höhe von 500 Millionen Euro bis Ende 2003 verpflichtet.

Dabei hat T-Systems gerade einen heiß begehrten und sicher lukrativen Auftrag an Land gezogen. Der Dienstleister darf rund 100 000 Anwender der Bundesanstalt für Arbeit samt aller Arbeitsämter mit Kommunikationsinfrastruktur versorgen. Außerdem sollen die 181 Rechenzentren konsolidiert und integriert werden. Auch die Anbindung von 2500 mobilen Jobvermittlern ist in dem Auftrag enthalten. Der Bedarf beim Kunden Arbeitsamt wird wohl eher wachsen als schwinden.