Bäurer gibt auf

Management

Finanzierung geplatzt

Der am Neuen Markt notierte Softwareanbieter Bäurer hat Insolvenz angemeldet. Beim Amtsgericht Villingen sei ein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt worden, teilte das Unternehmen in Hüfingen mit. Als Grund wurde “das unerwartete Scheitern einer bereits zugesicherten Brückenfinanzierung” genannt.

Die 1980 gegründete Firma hat sich auf Softwarelösungen für mittelständische Betriebe spezialisiert. Der Börsengang erfolgte 1999. Bäurer hat 432 Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr wies das Unternehmen bei einem Umsatz von rund 76 Millionen Euro einen Verlust von 41 Millionen Euro aus.

Bäurer war durch hohe Investitionen im Ausland und ins E-Business in Schwierigkeiten geraten. Firmengründer und Vorstandschef Heinz Bäurer hatte aber noch vor wenigen Wochen einen Rettungsplan angekündigt.

Eine Anlegergruppe um die US-Investmentgesellschaft GB Global Capital sollte die Mehrheit übernehmen. Die Hausbanken wollten auf Forderungen in Höhe von 5,3 Millionen Euro verzichten. Der Investor und das Bäurer-Management wollten zudem eine Überbrückungsfinanzierung von 1,8 Millionen Euro auf die Beine stellen.

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