Englische Software für amerikanische Terroristenfahndung

Management

Homeland Security kauft Autonomy-Produkte ein

Das Ministerium für Innere Sicherheit, das nach den Terroranschlägen vom September 2001 ins Leben gerufen wurde, kauft Software von dem britischen Hersteller Autonomy. Dessen Infrastrukturtechnik ermöglicht es, Daten aus verschiedenen Quellen zusammenzuführen und auszuwerten.

Kernfunktion der Software ist eine sprachunabhängige Analyse von Text- und Tondaten. Die darin enthaltenen Informationen lassen sich kategorisieren, verknüpfen, personalisieren und weiterleiten. Normalerweise kommen die Autonomy-Produkte in Unternehmensportalen, Business-Intelligence-Anwendungen, im Wissens- und Customer Relationship Management (CRM) zum Einsatz.

Beim Department of Homeland Security werden landesweit bis zu 200 000 Mitarbeiter der für die innere Sicherheit zuständigen US-Behörden die Technik dazu benutzen, Informationen aus verschiedenen Speicherquellen in Verbindung zu mutmaßlichen Terrorgruppen zu bringen und zu analysieren.

Das Autonomy-System soll nach Mustern und Wort-Clustern suchen und neben Text- auch Video- und Audioaufzeichnungen nach Codes für auffällige Aktivitäten durchsuchen. Außerdem wird es die Mitarbeiter von Homeland Security automatisch benachrichtigen, wenn sich verdächtige Veränderungen aus der Vielzahl von Informationsquellen ergeben.

Darüber hinaus kann das System auch bei der Suche nach Experten in den eigenen Reihen dienen. Mitarbeiter mit speziellem Fachwissen in Technik, Geographie, Waffenkunde oder politischen Zusammenhängen sollen schneller gefunden werden.