Wechsel des Mobilfunkanbieters soll billiger werden

Management

Wettbewerb in neuen Sphären

Wer seinen Mobilfunkanbieter wechseln, gleichzeitig aber seine bisherige Rufnummer behalten will, der muss voraussichtlich tief in die Tasche greifen. T-Mobile und Vodafone wollen die Gebühr für diesen Schritt mit 25 bis 30 Euro festsetzen. Zu viel, findet der Betreiber E-Plus, und fordert von seinen Mitbewerbern eine deutliche Absenkung.

“Wir sind für eine Gebühr von rund 10 Euro”, sagte Uwe Bergheim, Vorsitzender der E-Plus-Geschäftsführung, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Die Pläne von T-Mobile und Vodafone seien jedenfalls “weit überzogen”.

Notwendig sei vielmehr eine preiswerte und transparente Gebühr, die bei allen Anbietern gleich sein müsse. Einig ist sich Bergheim dabei mit dem vierten deutschen Anbieter O2. Der plädierte schon zuvor für eine Zahlung in Höhe von 5 bis 10 Euro.

Ab dem 1. November ist es für Mobilfunkkunden möglich, den Anbieter zu wechseln, ohne die Rufnummer samt Netzvorwahl aufzugeben. Die Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation hat bisher noch kein Machtwort in der Frage der Gebühren gesprochen.

Bergheim hofft nun, dass der Regulierer den Vorstoß von E-Plus unterstützt. Sollte es allerdings nicht zu einer einheitlichen Gebühr von 10 Euro kommen, will sich E-Plus den beiden Marktführern anschließen. Bergheim: “Wir müssen dann einen ähnlichen Betrag erheben, wie ihn T-Mobile und Vodafone ihren Kunden in Rechnung stellen.”