Die Deutsche Bank führt – bei den IT-Ausgaben

Management

Zahl der Online-Nutzer steigt beachtlich

Die IT-Aufwendungen europäischer Banken werden sich im laufenden Jahr auf rund 45,8 Milliarden Euro summieren. Zu dieser Erkenntnis gelangt das Beratungs- und Marktforschungsunternehmen Celent Communication.

Die Deutsche Bank führt die gerade veröffentlichte Rangliste an. Hier liegen die Ausgaben für 2002 bei 3,1 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Das Budget der größten US-Bank, der Citigroup, beläuft sich auf 5,1 Milliarden Dollar.

In Europa rangiert die schweizerische UBS mit ihren IT-Ausgaben in Höhe von 2,8 Milliarden Euro auf Platz 2. Weltweit nimmt JP Morgan Chase den zweiten Platz ein. Das Finanzhaus wendet in diesem Jahr rund 4,7 Milliarden Dollar für die IT auf.

Insgesamt beobachtet Celent unter den europäischen Banken einen Trend zum Outsourcing. Octavio Marenzi, Managing Director des Beratungshauses sagte dazu: “Mit dem Wandel zum Outsourcing müssen europäische Banken besser werden – beim Aussuchen der richtigen Anbieter, beim Management von Projekten, in die mehrere Hersteller involviert sind, sowie beim Erstellen von Architekturen.” Diese müssten es schließlich erlauben, externe Software möglichst nahtlos und unverändert zu integrieren.

Derweil beobachten die Marktforscher des Branchendienstes Datamonitor ein starkes Wachstum beim Online-Banking. Im Jahr 2000 bedienten sich erst 23 Millionen Kunden in Europa dieser Form des Bankverkehrs. In diesem Jahr steigt die Zahl der Online-Kunden voraussichtlich auf 49 Millionen. In drei Jahren, im Jahr 2005 also, werden die Banken bereits 75 Millionen Internet-Kunden zählen können.

In den USA scheint die Akzeptanz noch stärker. JP Morgan alleine rechnet in diesem Jahr bereits 45 Millionen Online-Nutzer zu seinen Kunden.