Schüler lotsen Unternehmen ins Internet

Management

Nachhilfeunterricht einmal anders

Schüler sollen Internet-Muffeln in der Unternehmerschaft Mecklenburg-Vorpommerns die Türen zu den weltweiten Datennetzen öffnen. “Trotz bester technischer Voraussetzungen liegen wir bei der Internet-Nutzung noch auf dem letzten Platz aller Bundesländer”, klagte der Multimediabeauftragte des Landes, Alfons Rissberger, am Dienstag in Schwerin. In Kürze würden etwa 60 Schulen ihre Internet-Räume abends für Mittelständler öffnen. Die Unternehmer sollen von den Kenntnissen der Schüler profitieren.

“Die Schulen sind inzwischen gut mit Computertechnik ausgestattet. Die Landesregierung richtet bei ihren Bemühungen, das Internet massenwirksam zu machen, nun ihren Fokus auf die Wirtschaft”, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Reinhard Meyer. Das Wirtschaftsressort übernehme auch 80 Prozent der Kosten für den neu bestellten Multimedia-Projektmanager des Landes, Klaus-Dieter Bloch. Dieser nehme am Montag seine Arbeit auf und solle die im Land bereits laufenden Projekte vernetzen und Vorhaben koordinieren.

Rissberger, Ideengeber für die bundesweite Multimediainitiative D 21, zeigte sich zuversichtlich, dass Manager und Firmenbesitzer die “Einladung ins Internet” annehmen werden. Mit Hilfe der Sparkassen, den Finanzpartnern des Mittelstandes, werde eine Werbeaktion gestartet. “Die Unternehmer müssen kapieren, dass in Kürze Ausschreibungen nur noch über das Internet laufen und jeder außen vor bleibt, der nicht im Netz ist”, sagte Rissberger. “Wenn dann 14-Jährige zeigen, wie einfach man sich zurechtfinden kann, dann wird das einen weiteren Schub geben”, sagte der Multimedia-Beauftragte und Geschäftsführer des Landes-Datenverarbeitungs-Zentrums in Schwerin. Als Startkapital stehen 15 000 Euro bereit.

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