HP Services hält sich über Wasser

Management

Wenn EDS jammern will … bitteschön

Der Bedarf an IT-Dienstleistungen ist weiterhin groß und wird anziehen. Mit dieser optimistischen Aussicht stellt sich Hewlett-Packards (HP) Services-Chefin Ann Livermore gegen die aufgeregte Stimmung bei Kunden und Anlegern. HPs Konkurrent EDS hatte vor kurzem die Branche mit einem trüben Ausblick verunsichert.

“Die Nachrichten von EDS sind interessant”, so Livermore in London, “aber für HP trifft das nicht zu. Zur Begründung nannte sie den anhaltenden Einsparungsdruck bei vielen Unternehmen. Das Outsourcing von IT-Aufgaben an Branchenführer IBM, EDS oder die Nummer drei, HP, sei die logische Konsequenz, so Livermore weiter. Die Nachfrage sei über die vergangenen sechs Monate hinweg etwa gleich geblieben.

Neben dem Geschäft mit Druckern verdient HP momentan nur mit seinen IT-Dienstleistungen Geld. Und hier sei es vor allem die Finanzdienstleistungsbranche, die HP derzeit die größten Umsatzzuwächse beschere, meint die Services-Managerin. Der Konzern hat erst vor wenigen Wochen den größten Dienstleistungs-Auftrag seiner Geschichte an Land gezogen: Für die Betreuung der kanadischen Imperial Bank of Commerce streicht HP insgesamt 1,5 Milliarden Dollar ein.

Dass die Zeiten hart sind, bekommen aber vor allem die HP-Angestellten zu spüren. Der Konzern will über die bekannte Marke von 15 000 Stellenstreichungen weitere 1800 Mitarbeiter entlassen. Heute hat es zunächst den französischen Standort Grenoble getroffen, weitere werden wohl folgen.