Post bleibt auf Signtrust sitzen

Management

Kunden bleibt die Signatur erhalten.

Die deutsche Post hält, nicht unbedingt freiwillig, weiterhin an ihrer defizitären Tochter Signtrust fest. Künftig wird die Mutter die Signatur-Technologie für eigene Produkte nutzen, den Geschäftskunden bleibt die Signatur ebenfalls erhalten, berichtet die Financial Times.

Damit stünde den Kunden weiterhin eine ausgereifte Plattform zur Verfügung, die es Ihnen ermöglicht, elektronische Signaturen zu nutzen oder diese selbst anzubieten, heißt es aus dem Unternehmen. Etwa ein Dutzend der zuvor 60 Arbeitsplätze würden dazu erhalten bleiben, so ein Sprecher des Unternehmens.

Im Zuge der Neuausrichtung des E-Business im Konzern hatte die Deutsche Post im Mai die Auflösung des Signtrust-Geschäfts verkündet. Ziel war es einen anderen Anbieter zu finden, der mit seiner Technologie die Leistung für unsere Kunden fortsetzen kann”, sagte ein Sprecher. Das sei allerdings nicht gelungen. Bisher habe man keinen Anbieter gefunden, der die Dienstleitung in dieser Form erbringen könnte. Dem Zeitungsbericht zufolge drohen Signtrust Schadensersatzklagender rund zehn verbliebenen Kunden. Somit ist die Post mehr oder weniger gezwungen, das Verlustgeschäft fortzuführen.

Noch im Oktober vergangenen Jahres war das Unternehmen in Siegerlaune gewesen: Signtrust hatte bis 2004 einen Jahresumsatz von 50 Millionen Euro angepeilt.