IT-Krise: Dienstleistungssektor geht jetzt als Letzter von Bord

Management

EDS-Zahlen sind das Menetekel an der Wand

Mit den Quartalszahlen des größten Dienstleistungskonzerns der IT-Branche, Electronic Data Systems, sehen die Analysten Unheil am Horizont heraufziehen. So soll nun auch die Services-Branche unter der Krise am IT- und Finanzmarkt zu leiden bekommen. Das ist zumindest in US-Analystenkreisen eine weit verbreitete Auffassung.

Nun zeige sich, dass die Dienstleister zunächst von der Krise sehr profitiert hätten. “Allerdings ist nach den umfangreichen Restrukturierungen aller potentiellen Kunden auch die Bereitschaft zurückgegangen, für Outsourcing und andere Services Geld auszugeben”, heißt es bei den Analysten des Bankhauses First Call. Chuck Hill, Direktor der Investmentbanker, kritisiert, dass sich gerade EDS sehr auf den eigenen Erfolgen ausgeruht habe.

Hasan Pirkul, Dekan der Universität von Texas, Fakultät für Management, sieht einen Zusammenhang mit anderen Aspekten: “Gerade die Pleiten großer Kunden wie US Airways haben fatale Auswirkungen auf die Umsätze bei EDS und IBM – abgesehen davon machen die Verantwortlichen bei den Kundenunternehmen derzeit keine größeren Investitionen.”