Free Software Foundation sucht Geldquellen

Management

Gebührenandrohung bringt Anwender auf die Palme

Die Vereinigung für die Verbreitung von offenen Quellcodes, die Free Software Foundation (FSF), hat offensichtlich kein Geld mehr. Bei einer Benefiz-Veranstaltung zum Füllen der Kassen in New York wälzte unter anderem auch der Vereinsgründer Richard Stallman den Gedanken, bislang frei und gratis verfügbaren Quellcode tatsächlich “in bestimmten Umständen” zu vermarkten. Diese Vorschläge wurden allerdings nicht näher skizziert, auch Beschlüsse der Mitglieder dazu liegen noch nicht vor.

Denn mit diesem Ansatz stieß er auf wenig Gegenliebe. Juraprofessor Eben Moglen von der Columbia Law School zeigte sich verwirrt: “Sollte man das Präfix ‘Free’ nicht lieber aus dem Namen streichen?” Allerdings konnte er sich der Möglichkeit, mit den für viele Nutzer wertvollen Codeverbesserungen auch Geld zu verdienen, doch nicht ganz verschließen.

So sei es beispielsweise Konzernen wie IBM, Sun und Red Hat durchaus gelungen, mit dem Modell frei verfügbarer Software Geld zu machen. Die FSF-Mitglieder hingegen würden sich aber “lieber im Keller mit ihren eigenen kleinen Projektchen” beschäftigen, als gemeinsam dafür zu arbeiten, dass die FSF besser sichtbar werde. Deshalb, so auch Gründer Stallman, “ist beispielsweise auch unsere Website, unser Fenster nach draußen, so unnachahmlich schlecht”.